Entwicklung des Hospiz

2006 Im April erfolgten erste Überlegungen zur Eröffnung eines stationären Hospizes sowie die Gründung des Vereins, der anschließend in Begleitende Hände e.V. benannt wurde.

2007 Auf der Suche eines passenden Hauses, entsprach die ehemalige Schustervilla in Oederan mit ihrem umgebenden Park genau unseren Vorstellungen. Kurz danach unterstützte auch die Stadt Oederan die Idee. Die Gründungsmitglieder nahmen an einer Ausbildung zum zertifizierten ehrenamtlichen Hospizhelfer teil. Anschließend erarbeitete der Verein eine Konzeption und reichte sie im Oktober beim Regierungspräsidium Chemnitz ein. Im November erfolgte die erste Begleitung von Kranken und deren Angehörigen, jedoch ohne Fördergelder. Zum Ende des Jahres erhielt der Verein erste finanzielle Spenden. Unter anderem nahm eine vom Schicksal betroffene Familie Kontakt zum Verein auf und spendete eine große Summe.

2008 Es erfolgten verschiedene Infoveranstaltungen wie etwa in Pflegeheimen oder bei Rentnernachmittagen, in denen der Verein auf sich und seine Ziele aufmerksam machte. Mittlerweile war die Mitgliederzahl auf etwa 50 angestiegen. Inzwischen wurden über 6000 Unterschriften für die Errichtung des ersten stationären Hospizes im Großkreis Mittelsachen gesammelt. Zeitgleich wurde mit den Vorbereitungen zum Aufbau eines ambulanten Hospizdienstes begonnen.

2009 Nach der offiziellen Genehmigung im Februar wurde der ambulante Hospizdienst in der Engen Gasse 5 Oederan eröffnet. Im Januar nahmen 12 Interessierte am ersten eigenen Lehrgang zum ehrenamtlichen Hospizhelfer durch unsere Koordinatorin Frau Ployer und Gastreferenten teil und erhielten in einer Feierstunde ihre Zertifikate. Inzwischen konnte der Verein über 100 Mitglieder verzeichnen. Im September wurde erstmalig eine eigene Benefizveranstaltung auf dem Gelände vor der ehemaligen Schustervilla veranstaltet.

2010 Am 17.08.2010 erfolgte der offizielle Baubeginn des stationären Hospizes durch die SWG Oederan mbH. Bei unserem zweiten Lehrgang zum ehrenamtlichen Hospizhelfer nahmen 8 Personen teil.

01.12.2012 Mit einer Festveranstaltung ist das erste stationäre Hospiz in Mittelsachsen eröffnet worden. Nach einer Bauzeit von über 2 Jahren steht jetzt 10 Bewohnern jeweils ein Einzelzimmer zur Verfügung. Die detailgetreu restaurierte Fabrikantenvilla erstrahlt wieder im Art-deco-Stil der 20er Jahre. Das Haus trägt jetzt den Namen Ellen Gorlow und hat zusätzlich zu den 10 Bewohnerzimmern ein Pflegebad, eine große Gemeinschaftsküche mit Aufenthaltsbereich für Bewohner und Angehörige, einen Gemeinschaftsraum und einen Park.